Internet-Informationsangebot des Memos e. V.
Druckfassung am Montag, 11. Mai 2026, von:
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7. Juli 2004: Das "Festival de L’Espoir" in Kibuye/Ruanda, das von jungen Menschen aus der Demokratischen Republik Kongo, Burundi, Uganda und Ruanda gestaltet wurde, erinnert an den 10. Jahrestag der Beendigung des Völkermords an den Tutsi. Im Rahmen des Festivals gründet eine Gruppe von Teilnehmenden die deutsch-ruandische Initiative "Memos".
25. November bis 10. Dezember 2004: Unter dem Titel "Erinnern, Lernen und Gedenken in Deutschland und Ruanda – 44/94/04" organisiert Memos eine Studienreise nach Berlin, Buchenwald und Nürnberg, die von "Zivik", einem Programm des Instituts für Auslandsbeziehungen (IFA), finanziert wird.
August 2005: Nach einer Spendenaktion, die im Rahmen der Beisetzung des am 12. Oktober 2004 verstorbenen Memos-Mitinitiators Hermann Nauermann (*20.05.1960) von dessen Freunden und Bekannten ins Leben gerufen wurde, veranstaltet Memos das erste Hermann-Nauermann-Gedächtnisturnier, ein Fußballevent für 14- bis 16-Jährige aus den Bundesländern Berlin und Brandenburg.
März – November 2006: Memos und die Gedenk- und Bildungsstätte Beit Terezin aus Israel organisieren das Jugendtreffen "Fußball im Konzentrationslager". Das Projekt findet in Israel und Deutschland statt und wurde von "Europeans for Peace" und der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) unterstützt.
Mai – Oktober 2007: Memos und Beit Terezin führen in der Tschechischen Republik das EVZ-Folgeprojekt "Gedenken in Deutschland und Israel – eine Suche der dritten Generation nach einer zukünftigen Erinnerungskultur nationalsozialistischen Unrechts" durch.
Juli – Dezember 2007: Nach der Gründung des Vereins am 29. Juli 2007 wird die von den Gründungsmitgliedern verabschiedete Satzung beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg eingereicht. Memos wird am 20. Dezember 2007 offiziell ins Vereinsregister eingetragen.
2010, 2011, 2012: Die ruandische NRO Esperance und Memos organisieren gemeinsam drei Jugendfestivals unter dem Titel "Vier Länder für den Frieden". Diese finden in Goma (Demokratische Republik Kongo), Kigali (Ruanda) und Bujumbura (Burundi) statt. Das Vorhaben wurde vom Auswärtigen Amt und dem Deutschen Fußballbund gefördert.
Januar 2011: Memos unterstützt die ruandische NRO "Never Again Rwanda" bei der Gestaltung der Studienreise "Sharing the Past – Shaping the Future". Diese führt nach Deutschland und Polen. Die Maßnahme ist ein Projekt des Zivilen Friedensdienstes in Ruanda und befasst sich mit der Frage nach der Übertragbarkeit gedenkpädagogischer Konzepte.
14. – 28. Juli 2011: Memos unterstützt die Jugendinitiativen "Wilhelmstraße 77" aus Berlin und "Trieste Tropen" aus Groningen bei der Umsetzung von "Reflecting Colonialism", einem Projekt der Nationalen Agentur der EU "Jugend in Europa".
März bis Juli 2012: Zusammenarbeit mit der Jugendinitiative "Wer sind Helden" bei der Organisation von "Ali 70", einem Projekt, das ebenfalls von "Jugend in Europa" möglich gemacht wird.
Mai 2012 – März 2013: Im Rahmen des auf ein Jahr angelegten Vorhabens "Jugend unter dem Hakenkreuz" interviewen junge Leute aus Berlin Zeitzeugen zu ihrer Kindheit und Jugend im nationalsozialistischen Deutschland. Das Projekt wird finanziell von der Jugend- und Familienstiftung Berlin (JFSB) unterstützt.
November 2015 – September 2016: Memos und das bosnische Institut für Jugendentwicklung KULT koordinieren "Between Diversity and Division", eine Jugendbegegnung in Sarajevo und Berlin, finanziert von Europeans for Peace und der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft.
März – Oktober 2016: Konzeption und Koordination des zweiteiligen Erasmus+-Projekts "Recollecting the Future". 30 Fachkräfte und Freiwillige, die im Jugendbereich in Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro, Nordmazedonien, Kroatien und Deutschland tätig sind, nehmen an Aktivitäten in Petrovac/Montenegro und Sarajevo/Bosnien-Herzegowina teil.
März 2017 – Februar 2018: Konzeption und Koordination des dreiteiligen Erasmus+-Projekts "Brain Drain, Brain Gain + Circular Migration". 42 ehren- und hauptamtlich tätige Fachkräfte aus dem Jugendsektor aus sieben südost- und mitteleuropäischen Ländern wirken an den in Nordmazedonien, Bosnien-Herzegowina und Deutschland durchgeführten Aktivitäten mit.
Februar 2018 – Januar 2019: Konzeption und Koordination des dreiteiligen Erasmus+-Projekts "Boosting Transversal Skills". Jugendliche und Fachkräfte aus England, Deutschland und fünf südosteuropäischen Ländern sind in drei Mobilitätsaktivitäten in Großbritannien, Bosnien-Herzegowina und Nordmazedonien eingebunden.
März – September 2019: Durchführung der deutsch-ruandischen "weltwärts"-Jugendbegegnung "Sharing the Past – Shaping the Future", finanziert von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
September 2020 – März 2021: Memos unterstützt den ruandischen Künstler Kivumbi King bei der Konzeption und Präsentation des Projekts "More About Richard Kandt", das vom Goethe-Institut in Kamerun und Namibia im Rahmen seines "Burden of Memory Project Fund 2020" finanziert wird.
März 2021 – Februar 2022: Inspiriert von den Lernerfahrungen, die aus der Produktion des Video-Essays "More About Richard Kandt" hervorgingen, hat Memos ein Konzept entwickelt, das formale und non-formale Bildung zu Kolonialismus und Verantwortung in Berliner Schulen kombiniert. Das Projekt wird von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und der Stiftung Nord-Süd-Brücken unterstützt.
Juni 2023 – Februar 2024: In Vorbereitung der deutsch-israelischen Jugendbegegnung "Von Prag nach Prag" hat sich Memos mit der Europäischen Holocaust-Gedenkstätte in Landsberg zusammengetan. Die Memos-Website zeigt die Befreiung des Konzentrationslagers Kaufering IV. Fotos, die von US-Soldaten im Zuge der Befreiung des Lagers Ende April 1945 gemacht wurden, werden mit Auszügen aus den Aufzeichnungen eines ehemaligen KZ-Häftlings, dem Brief eines US-Soldaten und dem Bericht eines Bahnbeamten aus Kaufering kombiniert.
Januar – Dezember 2024: Basierend auf den Ergebnissen und Lernerfahrungen der 2019 in Kigali und Berlin veranstalteten deutsch-ruandischen Jugendbegegnungen (s. o.), organisieren Memos und Never Again Rwanda eine Teams Up!-Begleitmaßnahme für Fachkräfte aus Deutschland und Ruanda. Deren Ziel war es, die Machtungleichgewichte zu erkunden, die für Partnerschaften zwischen Jugendorganisationen aus Deutschland und dem globalen Süden prägend sind. Die Aktivitäten wurden vom Deutsch-Afrikanischen Jugendwerk und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt. Neben dem übergeordneten Ziel war die Zusammenarbeit der Fachkräfte bestrebt, zur Verbesserung der Wirkung künftiger transnationaler Jugendbegegnungen beizutragen.
März 2024 – September 2025: Im Rahmen des Förderprogramms "YOUNG PEOPLE remember international" der Stiftung EVZ organisiert Memos in Zusammenarbeit mit der israelischen Forschungs- und Bildungseinrichtung Beit Terezin und der Europäischen Holocaust-Gedenkstätte Kaufering Memorial eine Studienreise für junge Menschen aus Israel und Deutschland. Auf den Spuren von Max Livni erkundeten sie, wie dieser die nationalsozialistischen Konzentrations- und Todeslager Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau, Landsberg-Kaufering und München-Allach sowie die dazwischenliegenden Deportationen und Todesmärsche überlebt hat.