Projekte | Ruanda (2009)

Football Amahoro in Musanze

Anfang der 2000er-Jahre hat der ruandische Verein Esperance damit begonnen, neuartige Fußballregeln auszuprobieren. Diese waren so konzipiert, dass sie Mädchen und Frauen dazu ermutigen sollten, Sport zu treiben und Fußball zu spielen. Darüber hinaus war das Regelwerk den Zielstellungen einer in der kolumbianischen Stadt Medellin engagierten sozialen Bewegung verpflichtet und als Instrument zur Förderung von Gewaltfreiheit, Gemeinsinn und sozialer Entwicklung angelegt.

Die von Esperance kreierte Spielart hat folgende Grundregeln: Die gleiche Anzahl von Mädchen und Jungen bzw. Frauen und Männer spielen gemeinsam in einem Team, wobei nur die Spielerinnen die Möglichkeit haben, Tore zu schießen. Hinzu kommt, dass die Spiele ohne Spielleitung ausgetragen werden, wodurch die Beteiligten selbst dafür verantwortlich sind, einen regelkonformen Ablauf, Fairplay und gegenseitigen Respekt zu gewährleisten. Esperance nennt diese Spielart "Football Amahoro" – Fußball für den Frieden.

Im Lauf der Jahre hat der Verein aus Kigali im ganzen Land Turniere und Festivals organisiert, um Football Amahoro bekannt zu machen (Foto). Im Rahmen des Jugendkulturevents Caravanamani (dt.: Friedenskarawane) hat Esperance seinen innovativen Ansatz auch in den Nachbarländern Burundi, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo vorgestellt.

Esperance und Memos arbeiteten bei der Konzeptentwicklung und Umsetzung der Aktivitäten eng miteinander zusammen.