Profil | Über uns

Memos ist aus einer Jugendinitiative hervorgegangen, die Ende der 90er-Jahre im Berliner Ortsteil Kreuzberg aktiv zu werden begann. Bis heute sind wir unseren Durchführungspartnern der ersten Stunde, dem Jugendzentrum DTK-Wasserturm und dem zuständigen Amt für Jugendförderung verbunden. Die Vereinsgründung erfolgte 2007, nachdem wir, mit Unterstützung der Bundesstiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft", Begegnungen zwischen jungen Menschen aus Deutschland und Israel mit Überlebenden des Holocaust, deren Kindern und Enkelkindern veranstaltet hatten. Inspiriert von den Ergebnissen dieses generationenverbindenden Ansatzes haben wir ein Online-Archiv "Jungsein 33/45" für Interviews mit Zeitzeugen der nationalsozialistischen Ära eingerichtet und veröffentlicht.

Wie in unseren Vereinsstatuten verankert, ist der Memos e. V. um die Förderung von Mitmenschlichkeit und Gemeinsinn in lokalen, regionalen und globalen Zusammenhängen bemüht. Im Einzelnen zielen wir darauf ab, demokratische Werte und gesellschaftliche Teilhabe zur Entfaltung zu bringen und insbesondere junge Menschen zu befähigen, ihr soziales, politisches und wirtschaftliches Umfeld eigenverantwortlich mitzugestalten. Des Weiteren fördern wir internationale Zusammenarbeit und globales Bewusstsein zur Schaffung menschenwürdiger Entwicklungsmöglichkeiten in benachteiligten Regionen der Welt und bemühen uns darum, Freiräume für Begegnung, Austausch und die Bearbeitung von Konflikten zu schaffen. Wir treten gegen Menschenfeindlichkeit, Hass und Gewalt ein, ermutigen zur aktiven Auseinandersetzung mit der Geschichte und fördern konfliktsensibles Erinnern und Gedenken, besonders vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen Verbrechen.

Nach und nach wurden Partnerschaften mit Akteuren aus dem Jugendsektor und in den Bereichen Erinnerungskultur und historisches Lernen aufgebaut. Außerhalb Berlins gehören dazu das Jugendamt der Stadt Nürnberg, die Gedenkstätte Kaufering  und das Geschichtsmuseum von Bosnien und Herzegowina in Sarajevo. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit den NGOs Never Again Rwanda und Esperance in Kigali zusammen. 

Memos wird weitgehend von ehrenamtlichem Engagement getragen. Finanzielle Unterstützung für unsere Aktivitäten erhalten wir vorranging von Engagement Global und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, der Stiftung EVZ und dem Auswärtigen Amt sowie dem EU-Programm Erasmus+. Was die strategische Ausrichtung des Memos e. V. anbelangt, ist unser Engagement den jugendpolitischen Maßgaben der Vereinten Nationen, der Europäischen Union und der Bundesregierung verpflichtet. Im Einzelnen sind dies: